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Das Pflegeteam der Neurologie

Das Pflegeteam des neurologischen Fachbereiches setzt sich aus 21 staatlich examinierten Gesundheits- und Krankenpflegern zusammen. Weiter gehören Krankenpflegeschüler aus den Krankenpflegeschulen umliegender Akutkrankenhäuser dazu.
Die pflegerische Begleitung ist auf 90 stationäre Patienten sowie 15 teilstationäre Patienten ausgerichtet. Hierbei handelt es sich vornehmlich um Patienten, die sich in der Reha-Phase D nach dem Phasenmodell der Neurologischen Rehabilitation des VDR befinden.
Die rehabilitationsorientierte Patientenversorgung mit Unterstützung bei der Grundpflege, den entsprechenden Prophylaxen sowie der Behandlungspflege ist therapeutisch nach dem Bobath-Konzept ausgerichtet.
Wenn Sie Fragen zur pflegerischen Begleitung im Rehabilitationszentrum haben, setzten Sie sich gerne mit uns in Verbindung. Als Ansprechpartner steht Ihnen Thorsten Kossow als Abteilungsleiter des neurologischen Pflegedienstes zur Verfügung.

E- Mail zur Abteilungsleitung

Tel.-Nr.: 0441 405-2457

Wir - das Pflegeteam der neurologischen Abteilung - begleiten Sie während des gesamten Aufenthalts. Wir sehen unsere Arbeit als einen gemeinsamen Prozess mit Ihnen. Durch aktivierende Pflege unterstützen wir Sie - darunter verstehen wir eine Pflegepraxis, die die Selbständigkeit und Unabhängigkeit des Patienten fördert, sodass dieser unter Aufsicht bzw. Anleitung selbst aktiv sein kann.
Wir begleiten Sie durch gezieltes Training und intensive Anleitung, damit Sie schnell wieder möglichst eigenständig werden. Die Grundlage stellt dabei, wie auch in anderen Therapiebereichen, das Bobath-Konzept dar. Auch beim Umsetzen von therapeutischen Ansätzen und beim Üben von Erlerntem sind wir für Sie da, gerne auch, wenn sie es wünschen, unter Einbeziehung von Familienmitglieden, Freunden oder anderen Bezugspersonen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Pflegepersonals mit den verschiedenen Abteilungen des Reha-Zentrums ermöglicht uns eine qualifizierte, fachübergreifende und ganzheitliche Begleitung unserer Patienten.

Pflegerische Qualität
Die Sicherung und Weiterentwicklung der pflegerischen Qualität zählt für uns als ein Schwerpunkt in der Patientenversorgung. Wir legen großen Wert auf eine gute Ausbildung unserer Pflegekräfte. Alle Mitarbeiter verfügen über das staatliche Examen nach dreijährigen Ausbildungen, nehmen regelmäßig an externen Fort- und Weiterbildungen sowie an haus- und abteilungsinternen Fortbildungen teil. Neben gutem fachlichen Wissen steht die soziale Kompetenz eines jeden Mitarbeiters im Mittelpunkt seiner Tätigkeit.
Eine gute Informations- und Kommunikationsstruktur, gegenseitiges Vertrauen, Offenheit und Transparenz sind die Grundlagen unserer teamorientierten Zusammenarbeit. Auch die Mitarbeiterführung innerhalb der Pflege ist diesem Anspruch verpflichtet. Gemeinsam schaffen wir auf diese Weise das positive Arbeitsklima als Basis für eine professionelle Pflege.
Um die pflegerischen Maßnahmen einheitlich durchzuführen sowie die Qualität der Versorgung immer wieder zu optimieren und zu sichern, kommen regelmäßig Arbeitsgruppen zusammen. Als Ergebnis dieser Qualitätsmanagement-Maßnahme weisen wir zahlreiche, individuell für unseren Bereich entwickelte Standards und Verfahrensanweisungen vor.
Maßnahmen wie die Bereichspflege, individuelle Dokumentationsmaßnahmen, das Beschwerde- und Risikomanagement sowie speziell entwickelte Verfahren und Arbeitsabläufe wurden für Ihre Versorgung in unserem Haus entwickelt. In unserem Leitbild wurden unter Einbeziehung aller Mitarbeiter die wesentlichen Ziele und Grundwerte formuliert, die der Orientierung unseres Verhaltens - dem MITEINANDER - dienen.

Die Krankengymnastin Berta Bobath entdeckte in den 40er Jahren, dass Spastizität bei bestimmten Lagerungen und Stellungen der Patienten verschwand. Ihre Erfahrungen wurden durch die Erfahrungen Ihres Ehemannes Karel Bobath (Neurologe) untermauert. Er lieferte die neurophysiologischen Grundlagen des inzwischen weltweit anerkannten Konzeptes.

Die Qualität und Weiterentwicklung des Konzeptes garantiert die IBITA (International Bobath Instructors Training Association) als weltweit anerkannte Vereinigung der Bobath-Instruktoren.
Ziele und Therapieansätze des Bobath-Konzeptes:

  1. Förderung der verloren gegangenen Wahrnehmungen

    • Raumgestaltung
    • Art und Weise, wie die Lagerung erarbeitet wird
    • Therapeutische Gestaltung von Alltagssituationen
    • Art und Weise, wie der Transfer stattfindet

  1. Normalisierung des Haltungstonus

    • durch unterstützende Lagerung
    • durch richtiges Bewegen
    • Förderung der Bilateralität
    • Anleitung des Patienten

Da Lernprozesse ununterbrochen stattfinden, wird das Bobath-Konzept rund um die Uhr angewendet. Daher hat das Pflegeteam eine sehr bedeutsame therapeutische Rolle bei der Behandlung betroffener Patienten inne.

Probleme und Fortschritte im Reha-Prozess eines Patienten werden regelmäßig in gemeinsamen Besprechungen erörtert. Eine optimale Wirkung wird dann erzielt, wenn alle Berufsgruppen das Konzept anwenden. Nur durch die Absprache im interdisziplinären Team kann eine zielorientierte Behandlung gewährleistet sein. Das Konzept ist nicht starr und festgelegt, es beinhaltet Dynamik und befindet sich in permanenter Weiterentwicklung.