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Die Psychologie/Neuropsychologie

Im Zusammenhang mit einer Schädigung oder Erkrankungen des Zentralen Nervensystems kann es zu ausgeprägten Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit kommen. Diese können die Wahrnehmung, die Orientierung, das Gedächtnis, die Sprache, das Denken, das Fühlen und Handeln einer Person betreffen. Zur Therapie gehört die spezielle Behandlung von neuropsychologischen Einschränkungen der Sehleistung, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses oder des Problemlösens ebenso wie Hilfe zur Krankheitsverarbeitung und bei der Wiedereingliederung in den familiären oder beruflichen Alltag.

Unser Therapieangebot umfasst u. a.:

Als Gruppentherapie:

  • Gedächtnisgruppen
  • Visuo-konstruktive Gruppen
  • Planungsgruppe
  • Reha-Gruppe (Förderung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten)

Als Einzeltherapie:

  • Alle Gruppenangebote auch in Einzelsettings
  • Aufmerksamkeitstraining (z. B. Computer-gestützt)
  • Explorations- und Sakkadentraining
  • Orientierungstraining

Weitere therapeutische Angebote:

  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training)
  • Raucherentwöhnungsgruppen
  • Stressbewältigungsgruppen
  • Adipositasgruppe
  • Psychotherapeutische oder beratende Gespräche vor allem zur Krankheitsverarbeitung
  • Vorträge für Patienten (z. B. zum Thema Stress)

Sonstige Leistungen/Forschung/Evaluation

  • Exekutivfunktion
  • Gedächtnis
  • Wahrnehmung
  • Schmerzen und Aufmerksamkeit


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Einzeltherapie

Einzeltherapie
Einzeltherapie

Im Einzel-Setting werden u. a. folgende neuropsychologische Funktionstherapien angeboten:

  •  Orientierung:

    • Räumlich: im Haus oder draußen, z. B. das Erlernen von Wegen mit Hilfe von markanten Punkten
    • Zeitlich: Orientierung z. B. anhand eines Kalenders oder Tagesplanes

  • Gedächtnis:
    In diesen Einzelsitzungen erlernen z. B. Patienten mit schwereren Gedächtniseinbußen das Führen von Gedächtnis(tage)büchern, um wieder eigenständig eine Kontrolle sowohl über zukünftige Termine (Terminkalender) als auch über Vergangenes (Tagebuch und autobiographische Daten) zu haben.
  • Gespräche zur Krankheitsverarbeitung und Entwicklung von Zukunftsperspektiven

  • Computergestützte Therapien:
    Mit Hilfe unterschiedlicher spezieller Programme wird eine individuell zusammengestellte neuropsychologische Funktionstherapie durchgeführt. Es steht hierfür eine spezielle Tastatur zur Verfügung, die es auch motorisch beeinträchtigten Personen ermöglicht, den Computer zu bedienen. Der Computer gibt dem Patienten sichere und präzise Rückmeldungen über seinen Leistungsstand bzw. die Fortschritte.

    Therapiert werden können z. B.:

    Aufmerksamkeitsleistungen wie:

    • Reaktionsschnelligkeit
    • Selektive Aufmerksamkeit
    • Geteilte Aufmerksamkeit
    • Daueraufmerksamkeit/Vigilanz
    • Räumliche Aufmerksamkeit (visueller Neglect)


    Gedächtnisleistungen wie:

    • Lernfähigkeit
    • Kurz- und langfristiges Erinnerungsvermögen
    • Wiedererkennensleistungen
    • Prospektives Gedächtnis
    • Räumliches und bildliches Gedächtnis
    • Arbeitsgedächtnis

  • Logisches, schlussfolgerndes und planendes Denken

  • Gesichtsfeldausfälle, Augenmuskellähmungen:
    Einüben von Blickbewegungen zur betroffenen Seite als Kompensation bzw. Aktivierung des paretischen Muskels


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Gruppentherapie
Gruppentherapie

Gruppentherapie

Im Gruppen-Setting werden u. a. folgende neurospychologische Funktionstherapien angeboten:

  • Gedächtnisgruppe:

    • Verbesserung der Informationsaufnahme/Konzentration auf das zu speichernde Material
    • Erlernen von Strategien, die das Erinnern erleichtern
    • Verbesserung des Umgangs mit der eigenen Beeinträchtigung im sozialen Kontext


  • Visuo-konstruktive Gruppe:

    • Therapie von Gesichtsfeldausfällen: Kompensation durch Einübung von vermehrten Blickbewegungen zu der betroffenen Seite
    • Therapie konstruktiver Störungen, die z. B. das Wahrnehmen und Reproduzieren geometrischer Formen oder das Einschätzen von Entfernungen, Winkeln und Größenverhältnissen betrifft
    • Therapie des visuellen Neglects: Kompensations- und Awareness-Therapie


  • Planungsgruppe:

    • Arbeitsgedächtnis
    • Planendes Denken
    • Logisch-schlussfolgerndes Denken
    • Wortflüssigkeit


  • Entspannungsgruppen:

    • Autogenes Training
    • Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson


  • Stressbewältigungsgruppe:
    Erkennen individueller Belastungsfaktoren im Alltag und Finden entsprechender Bewältigungsmöglichkeiten

  • Adipositasgruppe:
    Aufdecken von Verhaltensmustern, die das Abnehmen erschweren und Erörtern von Handlungsweisen, die eine Änderung des Essverhaltens begünstigen

  • Seminar Nichtrauchen:
    Bewusstmachen des eigenen Rauchverhaltens und möglicher alternativer Verhaltensweisen

  • Raucherentwöhnungskurs:
    Im Rahmen ambulanter Therapien werden Raucherentwöhnungskurse über zehn Abende angeboten.