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Antragsverfahren

Wann und unter welchen Bedingungen erfolgt eine Rehabilitation?

Es gibt drei verschiedene Zugangswege in die Rehabilitation:

  • AHB = Anschlussheilbehandlung
  • AGM = Anschlussgesundheitsmaßnahme
  • Allgemeines Antragsverfahren

 

Anschlussheilbehandlung (AHB):
Sie befinden sich wegen einer akuten Erkrankung im Krankenhaus. Dort stellt der Klinikarzt fest, ob eine anschließende Rehabilitation angezeigt (indiziert) ist (die Indikationen zu den Fachgebieten finden Sie in der jeweiligen Menüleiste).
Mit Ihrem Einverständnis wird der Antrag auf eine AHB bei dem für Sie zuständigen Kostenträger gestellt, das ist bei Rentnern die Krankenkasse, bei Berufstätigen der Rentenversicherungsträger. In der Regel wird ein nahe gelegenes Rehabilitationszentrum gewählt, das auf Ihr Krankheitsbild spezialisiert ist. Einige Kostenträger haben Vertragshäuser, die auch weiter vom Wohnort entfernt liegen können.
Sie werden in der Regel vom Rehabilitationszentrum informiert, wann Ihr Aufnahmetermin ist. Über die Bewilligung der Rehabilitationsmaßnahme informiert Sie der Kostenträger.

Speziell für die Neurologie gilt: Bei Tumorerkrankungen (z. B. Hirntumoren) gelten spezielle Regelungen für den Zugang zur Rehabilitation. Einzelheiten zu diesem Verfahren können per E-Mail unter neurologie@reha-ol.de erfragt werden.

 

Anschlussgesundheitsmaßnahme (AGM):
Die AGM gilt nur für noch Berufstätige, die bei der Deutschen Rentenversicherung Bund versichert sind.
Wenn Sie nicht bei einer gesetzlichen Krankenversicherung anspruchsberechtigt sind (z. B. Privatpatienten), können Sie nicht direkt von der Akutklinik in die Rehabilitationseinrichtung verlegt werden, sondern es werden von der Deutschen Rentenversicherung Bund vor Antritt der medizinischen Leistung die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen geprüft. Sie erhalten nach Antragstellung durch die Akutklinik dann von der Deutschen Rentenversicherung Bund über die Bewilligung Bescheid, die Rehabilitationseinrichtung beruft Sie ein. Die AGM ist auch dann der richtige Weg zur Reha, wenn die gestellte Diagnose nicht als AHB-Diagnose anerkannt ist.

 

Medizinische Rehabilitation:
Sie können auch ohne vorausgegangenen Akutaufenthalt in einer Klinik eine medizinische Rehabilitation beantragen; dazu ist eine ärztliche Stellungnahme bzw. ein Gutachten notwendig. Sie können sich an die lokale Beratungsstelle Ihrer Krankenkasse oder - wenn Sie berufstätig sind - Ihres Rentenversicherungsträgers sowie an Ihren Arzt wenden. Ihr Antrag wird dann zusammen mit dem ärztlichen Befundbericht an den Kostenträger geschickt. Der Kostenträger informiert Sie über die Bewilligung oder Ablehnung der Reha-Maßnahme. Es gelten bei chronischen Erkrankungen die gesetzlichen Regelungen mit prinzipiellem Anspruch nach vier Jahren.

Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, können Sie sich u. a. auf den Internetseiten der Deutschen Rentenversicherungen erkundigen.